Menopause: Was sich verändert und was du tun kannst.
Die Menopause ist mehr als das Ende der Periode. Vieles, was in diesen Jahren als unvermeidlich gilt, ist gut behandelbar, wenn man weiss, wonach man schaut.
Ein Zeitpunkt, und die Phase danach.
Die Menopause wird rückblickend festgestellt, wenn die letzte Periode zwölf Monate zurückliegt. Die Zeit danach ist die Postmenopause. In der Schweiz tritt die Menopause durchschnittlich mit 51 Jahren ein.
Eine Frühmenopause vor 45 Jahren und eine Premature Ovarian Insufficiency vor 40 Jahren gehören immer ärztlich abgeklärt und in der Regel behandelt, weil der Hormonmangel hier über sehr viele Jahre wirkt. Was die meisten Frauen als Wechseljahre erleben, passiert bereits in der Perimenopause, der Phase davor.
Typische Symptome in der Menopause und danach.
Menopause-Symptome betreffen viele Organsysteme, weil Östrogen überall im Körper wirkt.
Fünf Bereiche, die nach der Menopause Aufmerksamkeit verdienen.
Nach der letzten Periode bleibt der Hormonspiegel dauerhaft tief. Weil Östrogen überall im Körper wirkt, verändert sich mit der Zeit mehr als der Zyklus.
Östrogen schützt die Knochen. In den ersten Jahren nach der Menopause geht Knochendichte am schnellsten verloren. Eine Hormontherapie bremst diesen Verlust, solange die Therapie läuft.
Östrogen schützt die Gefässe vor Arteriosklerose, der wichtigsten Ursache von Herzinfarkt und Schlaganfall. Früh wegen Beschwerden begonnen, erhält eine Hormontherapie diesen Schutz. Zur Vorbeugung allein wird sie nicht verschrieben, dafür ist sie nicht zugelassen.
Mit dem Östrogenmangel verändert sich der Zuckerstoffwechsel, das Risiko für Typ-2-Diabetes steigt. Eine Hormontherapie wirkt schützend, unter Therapie tritt Diabetes seltener neu auf. Verschrieben wird sie wegen Beschwerden, nicht zur Vorbeugung.
Scheidentrockenheit und wiederkehrende Harnwegsinfekte sind häufig. Anders als Hitzewallungen gehen sie nicht von selbst vorbei. Eine lokale Therapie hilft hier sehr gut.
Östrogen unterstützt die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu bilden und sich anzupassen. Konzentrations- und Wortfindungsprobleme hängen mit den Hormonschwankungen zusammen. Früh begonnen, kann eine Hormontherapie zum Schutz vor Demenz beitragen.
Wichtig: Diese Entwicklungen sind kein unabwendbares Schicksal. Wie stark sie dich betreffen, hängt von deinem persönlichen Risikoprofil ab, und vieles davon lässt sich beeinflussen: durch Krafttraining, Ernährung, Vitamin D, Nichtrauchen und, wo es medizinisch sinnvoll ist, durch eine Hormontherapie.
Was in der Menopause medizinisch möglich ist, Schritt für Schritt.
Am Anfang steht immer eine ärztliche Erstkonsultation. Was danach folgt, richtet sich nach deinen Beschwerden und deinen Befunden.
Anamnese-Fragebogen vorab, dann 1:1 Video-Konsultation. Deine Ärztin ordnet ein, welche Beschwerden zur Menopause gehören und welche eine andere Ursache haben.
Nach der Menopause ist die Hormonlage dauerhaft tief, ein Hormonwert bringt selten Neues. Laborwerte kommen dort zum Einsatz, wo sie den Plan verändern, etwa vor einer Therapie oder zur Verträglichkeitskontrolle.
Eigene Video-Konsultation: was behandelbar ist, was beobachtet wird und welche Langzeitthemen für dich zählen.
Eng geführt in der Einstellungsphase, danach im Quartalsrhythmus. Dosierung, Verträglichkeit und Langzeitthemen bleiben im Blick.
Nicht jede Patientin ist für jede Therapie geeignet. Therapieentscheidungen trifft deine Ärztin, nicht ein Algorithmus.
Zur BehandlungDeine medizinische Einordnung
Deine Erstkonsultation schafft Klarheit über deinen nächsten medizinischen Schritt. Wenn medizinisch angezeigt, ergänzt gezielte Diagnostik die Abklärung. In der Behandlung bist du durchgehend ärztlich begleitet.
Deine 1:1 Video-Konsultation mit deiner Ärztin, vorbereitet durch deinen Anamnese-Fragebogen. Persönliche Einordnung und klare Empfehlung für die nächsten Schritte.
Monatliche Verlaufskontrolle mit deiner Ärztin, für Phasen, in denen Wirkung, Verträglichkeit oder Dosierung eng geführt werden. Du kannst jederzeit beenden, die laufende Monatsperiode läuft aus.
Verlaufskontrolle mit deiner Ärztin alle drei Monate, wenn deine Behandlung gut eingestellt ist. Du zahlst drei Monate im Voraus. Kündigen kannst du jederzeit, die laufende Quartalsperiode läuft aus.
Wenn medizinisch angezeigt: gezielte Diagnostik. Umfang und Kosten bespricht deine Ärztin vorab mit dir.
Deine ärztliche Erstkonsultation
Ein fester Preis für die Erstkonsultation. Danach entscheidest du, ob eine Begleitung sinnvoll ist.
In beiden Begleitungen enthalten
Wenn sich dein Körper verändert, sollte dein nächster Schritt klar sein.
Der Vorab-Check klärt in zwei Minuten, ob der Ansatz zu dir passt. Danach wählst du deinen Termin für die ärztliche Erstkonsultation.
- Zwischen 38 und 65 Jahren
- Typische perimenopausale oder menopausale Beschwerden
- Auch mit laufender Hormontherapie
Wenn sich dein Körper verändert, sollte dein nächster Schritt klar sein.
Der Vorab-Check klärt in zwei Minuten, ob der Ansatz zu dir passt. Danach wählst du deinen Termin für die ärztliche Erstkonsultation.
Häufige Fragen zur Menopause.
Die häufigsten Fragen zu Menopause und Postmenopause. Alles Weitere klärst du direkt mit deiner Ärztin.
Alle Fragen und AntwortenWas unterscheidet Peri- und Postmenopause?
Perimenopause ist die Übergangsphase mit noch vorhandener Menstruation. Die Menopause wird rückblickend festgestellt, wenn die letzte Periode zwölf Monate zurückliegt. Die Zeit danach ist die Postmenopause.
Was ist eine Frühmenopause, was ist POI?
Eine Frühmenopause liegt vor 45 Jahren, eine Premature Ovarian Insufficiency vor 40 Jahren. Etwa eine von hundert Frauen ist betroffen. Beides gehört ärztlich abgeklärt, weil sich behandelbare Ursachen dahinter verbergen können, und in der Regel behandelt, weil der Hormonmangel über sehr viele Jahre wirkt. Die Eierstockfunktion kann zwischendurch zurückkehren, eine Schwangerschaft ist trotz POI möglich.
Wann sollte ich mit einer Hormontherapie beginnen?
Ausschlaggebend sind deine Beschwerden, nicht dein Alter allein. Wenn Beschwerden da sind, ist ein früher Start günstiger: Innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Menopause oder vor dem 60. Lebensjahr ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis am besten. Ein späterer Start ist möglich, wird aber sorgfältiger abgewogen.
Wie lange kann ich eine Hormontherapie nehmen?
Es gibt keine feste Obergrenze. Aktuelle Leitlinien empfehlen die niedrigste wirksame Dosis so lange wie nötig, mit jährlicher ärztlicher Überprüfung.
Bekomme ich nach der Erstkonsultation automatisch Hormone verschrieben?
Nicht automatisch. Deine Ärztin empfiehlt nur dann eine Therapie, wenn sie medizinisch indiziert ist. Manche Patientinnen profitieren von Lebensstilinterventionen oder anderen Massnahmen. Deine Gesundheit und Sicherheit haben Vorrang.